Hausaufgabenkonzept

 

Das Hausaufgabenkonzept der Osterfeldschule orientiert sich an rechtlichen Rahmenvorgaben, beschreibt wichtige Grundsätze für das Kollegium beim Erteilen von Hausaufgaben und umfasst Tipps und Anmerkungen für den konkreten Umgang mit Hausaufgaben für Erzieherinnen des Ganztages und Eltern.

 

Grundsätze

Schülerinnen und Schüler haben die Pflicht daran mitzuarbeiten, dass die Aufgabe der Schule erfüllt und das Bildungsziel erreicht werden kann.

Sie sind insbesondere verpflichtet, sich auf den Unterricht vorzubereiten,

sich aktiv daran zu beteiligen, die erforderlichen Arbeiten anzufertigen und die Hausaufgaben zu erledigen. Sie haben die Schulordnung einzuhalten und die Anordnungen der Lehrerinnen und Lehrer, der Schulleitung und anderer dazu befugter Personen zu befolgen.

Eltern wirken im Rahmen dieses Gesetzes an der Gestaltung der Bildungs- und Erziehungsarbeit der Schule mit. Sie sorgen dafür, dass ihr Kind seine schulischen Pflichten erfüllt. (Schulgesetz)

 

Hausaufgaben sollen die individuelle Förderung unterstützen. Sie können dazu dienen, das im Unterricht Erarbeitete einzuprägen, einzuüben und anzuwenden. Sie müssen aus dem Unterricht erwachsen und wieder zu ihm führen, in ihrem Schwierigkeitsgrad und Umfang die Leistungsfähigkeit, Belastbarkeit und Neigungen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigen und von diesen selbstständig ohne fremde Hilfe in den in Nummer 4.4 genannten Zeiten erledigt werden können. Sie dürfen nicht dazu dienen, Fachunterricht zu verlängern, zu ersetzen oder zu kompensieren oder Schülerinnen oder Schüler zu disziplinieren.

Die Lehrkräfte berücksichtigen beim individuellen Hausaufgabenumfang, ob die Schülerinnen und Schüler insbesondere durch Referate, Vorbereitungen auf Klassenarbeiten und Prüfungen und andere Aufgaben zusätzlich gefordert sind.

 

Hausaufgaben an Ganztagsschulen

Die Lernzeiten sind so in das Gesamtkonzept des Ganztags zu integrieren, dass

es in der Regel keine schriftlichen Aufgaben mehr gibt, die zu Hause

erledigt werden müssen.

 

 

Hausaufgaben an Schulen ohne gebundenen Ganztag

Schulen stellen sicher, dass Schülerinnen und Schüler an Tagen mit verpflichtendem Nachmittagsunterricht, an Wochenenden sowie an

Feiertagen keine Hausaufgaben machen müssen.

 

Zeitlicher Umfang von Hausaufgaben

Hausaufgaben sind so zu bemessen, dass sie, bezogen auf den einzelnen Tag, in folgenden Arbeitszeiten erledigt werden können:

In der Primarstufe

für die Klassen 1 und 2 in 30 Minuten,

für die Klassen 3 und 4 in 45 Minuten,

 

Überprüfung, Benotung und Anerkennung von Hausaufgaben

Hausaufgaben werden regelmäßig überprüft und für die weitere Arbeit

im Unterricht ausgewertet. Sie werden nicht benotet, finden jedoch

Anerkennung. (BASS)

 

Zusammenfassende Grundsätze

Die rechtlichen Rahmenvorgaben sind für alle Mitarbeiter unserer Schule (Lehrer, OGS Mitarbeiter, etc.) verpflichtend.

Wir legen großen Wert darauf, den individuellen Voraussetzungen der einzelnen Kinder gerecht zu werden und die Kinder bei den Hausaufgaben individuell zu fördern. Dabei ist es uns wichtig, Aufgaben auszuwählen, bei denen das im Unterricht Erarbeitete eingeübt, angewendet und eingeprägt wird. In der Regel sollen die Kinder in der Lage sein, die Aufgaben selbstständig ohne zusätzliche  Hilfestellungen zu bearbeiten und gleichzeitig eine positive Arbeitshaltung entwickeln.

Der Umfang der Haussaufgaben kann individuell je nach Kind variieren, sollte generell jedoch nicht die Zeit von 30 Minuten für die Kinder der Klassen 1 und 2 bzw. 45 Minuten für Kinder der Klassen 3 und 4 überschreiten. Hierbei ist die reine Arbeitszeit zum Lösen der Aufgaben gemeint. Es kann auch vorkommen, dass Kinder regelmäßig weniger Zeit zum Bearbeiten der Aufgaben benötigen. Dies ist nicht verwerflich und muss nicht durch zusätzliche Übungsinhalte zeitlich aufgestockt werden. Am Ende ist es wichtig, dass die Kinder den Unterrichtsinhalt verstanden und verinnerlicht haben.

Zusätzlich abgesprochene Übungen z. B. mit der Klassenlehrerin gehen über die normal vorgesehene Hausaufgabenzeit hinaus, sollen das einzelne Kind jedoch nicht zu sehr stressen und unter Druck setzen.

Konkreter Umgang mit den Hausaufgaben

  • Hausaufgaben werden von montags bis donnerstags aufgegeben
  • Freitags erteilen die Lehrer keine Hausaufgaben. Dieser Tag soll genutzt werden, um vergessene Aufgaben nachzuholen und freiwillige Aufgaben (z. B. Vorbereitung auf Arbeiten und Tests) durchzuführen
  • Die Klassen- und Fachlehrer geben entsprechend ihrer bearbeiteten Themen Hausaufgaben auf
  • Diese können von einem auf den anderen Tag aufgegeben werden oder sich über einen längeren Zeitraum erstrecken
  • Der Lehrer ist für die Inhalte, das Material und die individuelle Aufgabenstellung der Hausaufgaben verantwortlich
  • Der Lehrer kontrolliert die Hausaufgaben auf Richtigkeit und bekommt so ein Bild über den aktuellen Leistungsstand des Kindes
  • Der Lehrer meldet dem Kind zurück, ob er mit der Anfertigung der Hausaufgaben zufrieden ist, oder ob etwas noch einmal oder nachgearbeitet werden muss (Ordung)
  • Der Lehrer bestimmt selber, wann er die Hausaufgaben kontrolliert. Das muss nicht täglich erfolgen

 

  • Die Hausaufgabenzeit in der OGS findet von montags bis donnerstags immer in der Zeit von 14 – 15 Uhr statt
  • Alle Kinder der OGS haben 1 Stunde Zeit zur Erledigung der Hausaufgaben, so dass sie in Ruhe mit der Arbeit beginnen können und zwischendurch kleine Pausen einlegen können
  • Die OGS Mitarbeiter unterstützen bei den Hausaufgaben und geben Tipps und kleine Hilfestellungen
  • Sie kontrollieren die Vollständigkeit der Hausaufgaben, weisen auf kleine Fehler hin, korrigieren jedoch nicht die gesamten Aufgaben
  • Sie achten auf den zeitlichen Rahmen
  • Sie melden Probleme bei den Hausaufgaben einzelner Kinder an die Klassen – und Fachlehrer (Austausch persönlich oder über Kladde)
  • Hausaufgaben, die nicht in der OGS fertig gestellt wurden, werden NICHT zu Hause nachgearbeitet

 

  • Eltern sollen ihre Kinder bei der Anfertigung der Hausaufgaben unterstützen
  • Sie schaffen eine angenehme Atmosphäre und achten darauf, dass ihr Kind die vorgegebene Zeit konzentriert an den Aufgaben arbeitet
  • Sie geben kleine Hilfestellungen zur Durchführung der Aufgaben
  • Sie kontrollieren die Hausaufgaben auf Vollständigkeit der zu erledigenden Aufgaben
  • Die Art der Anfertigung (ordentlich!) meldet der Lehrer dem Kind zurück,
  • Sie verbessern die Aufgaben NICHT. Fehler und Umfang der geschafften Aufgaben sind eine wichtige Rückmeldung für die Fach – und Klassenlehrer über den Lernstand jedes Kindes
  • Sie melden Probleme bei den Hausaufgaben einzelner Kinder an die Klassen – und Fachlehrer (Austausch persönlich oder über Kladde)
  • Eltern von OGS Kindern sollen sich gerne die Hausaufgaben der Kinder anschauen, um über den Leistungsstand ihres Kindes informiert zu sein, verbessern jedoch keine Fehler oder arbeiten an nicht erledigten Aufgaben

 

Tipps für Eltern

Liebe Eltern,

ein reibungsloser Umgang und Ablauf bei den Hausaufgaben erfordert unser aller Engagement. Nur so profitieren die Kinder davon und fühlen sich mit ihren Aufgaben ernst genommen. Damit das gelingen kann kommen hier noch einige Tipps für Sie:

 

  • Hilf mir, es selbst zu tun

Dieser Satz (geprägt von Maria Montessori) soll noch einmal verdeutlichen, dass es von Anfang an wichtig ist, die Verantwortung und Bearbeitung der Hausaufgaben in die Hand Ihres Kindes zu legen. Dazu benötigen die Kinder Ihre Unterstützung in unterschiedlichen Maßen. Nehmen Sie Ihre Kinder mit Ihren Bedürfnissen ernst. Erledigen Sie jedoch bitte nicht die Aufgaben für Ihre Kinder sondern begleiten Sie Ihr Kind auf dem Weg in ein selbstständiges Arbeiten.

 

  • Was hab ich auf?

Damit sie wissen, was Ihr Kind auf hat, schauen Sie bitte regelmäßig in die Kladde Ihres Kindes. Dort werden die Hausaufgaben ab dem ersten Tag schriftlich notiert. Sollten die Aufgaben dort fehlen, geben Sie eine kurze schriftliche Notiz an die Lehrer und lassen sie Ihr Kind die Aufgaben freitags nacharbeiten. (das ist kein Weltuntergang sondern gerade am Anfang menschlich)

Häufig werden Sie Hausaufgaben vorfinden, in denen die Kinder nach zeitlichen Vorgaben an Plänen arbeiten sollen. Hierbei ist es wichtig auf konzentriertes Arbeiten zu achten. Sollte Ihr Kind eine Pause benötigen ist das durchaus sinnvoll. Die Pausenzeit muss dann jedoch hinten dran gehangen werden. Achten Sie bitte nur auf den zeitlichen Rahmen und nicht auf den geschafften Umfang der Aufgaben. Sollte der Lehrer mit dem Umfang nicht zufrieden sein (natürlich unter Berücksichtigung der individuellen Lernsituation), wird er das in der Schule mit Ihrem Kind individuell klären.

 

  • Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Hausaufgaben?

Finden Sie zu Hauses zusammen mit Ihrem Kind den richtigen Zeitpunkt für das Erledigend er Hausaufgaben. Dieser kann je nach Kind sehr unterschiedlich sein. Das eine Kind benötigt erst einmal eine kleine Pause oder Spielzeit ohne Gedanken an Schule, das andere Kind möchte die Hausaufgaben direkt erledigen, damit es dann den restlichen Tag nutzen kann. Probieren Sie anfangs vielleicht unterschiedliche Möglichkeiten aus und kommen so zu einem passenden Zeitpunkt für die Hausaufgaben. Häufig sind fest stehende Termine in der Woche vorhanden, die eine feste Vorgabe der Hausaufgabenzeit nötig machen. Berücksichtigen Sie all das bei der Planung. Beziehen Sie Ihr Kind auf jeden Fall soweit möglich mit ein und treffen Sie eine gemeinsame Entscheidung.

 

  • Wie schaffe ich eine angenehme Atmosphäre?

Finden Sie zusammen mit Ihrem Kind  den passenden Ort für das Bearbeiten der Hausaufgaben. Dieser kann das eigene Zimmer, der Küchentisch oder Wohnzimmertisch, etc. sein. Im Laufe der Zeit kann dieser natürlich verändert werden. Anfangs bietet sich evtl. ein Raum an, in dem Sie zur Unterstützung präsent sind, sich aber nicht permanent neben Ihr Kind setzen müssen. Dieser Ort sollte dem Kind die nötige Ruhe bei der Bearbeitung der Hausaufgaben bieten. Hier können Sie Ihr Kind wieder mit einbeziehen.

Von Anfang an sollten Sie klare Regeln gemeinsam mit Ihrem Kind formulieren, an die sich beide (Sie und Ihr Kind) halten müssen.

 

 

 

  • Ordnung ist das halbe Leben

Am Ende der Hausaufgaben kontrollieren Sie noch einmal gemeinsam mit Ihrem Kind, ob alle notwendigen Sachen (Hausaufgaben, Hefte, Etui, Sporttasche, etc.) für den nächsten Schultag eingepackt sind. Anfangs sollten Sie dies gemeinsam mit Ihrem Kind tun bis Sie sich hinterher auf das eigenverantwortliche Handeln verlassen können.

 

Jedes Kind ist einzigartig

Nicht jede Hausaufgabe ist für alle Kinder gleich. Somit variieren Anspruch, Inhalt und zeitlicher Umfang von Kind zu Kind. Vertrauen Sie auf die Aussagen der jeweiligen Lehrer bezüglich Ihres Kindes und begleiten und unterstützen Sie Ihr Kind zu Hause auf dem Weg in ein selbstständiges, stressfreies Bearbeiten von Hausaufgaben.

 

Umgang mit nicht gemachten Hausaufgaben

Nicht gemachte Hausaufgaben werden am Wochenende vom Kind nachgeholt. Zur Information erhalten die Eltern eine Information ins Hausaufgabenheft.

Sollte eine Schülerin/ ein Schüler mehrfach keine Hausaufgaben in einem Fach in kurzer Zeit machen, werden die Eltern informiert, dass ihr Kind eine Stunde in der Schule verbleiben muss und dort nacharbeiten wird. Dafür ist eine Zeit zu suchen, in der die Klasse des Kindes Schulschluss hat und eine andere Kollegin noch Unterricht in einer anderen Klasse, so dass die Schülerin/ der Schüler beaufsichtigt ist.